Pflanze des Monats März: Huflattich (Tussilago farfara)

Tussilago farfara
Tussilago farfara

Auf unseren ersten Frühjahrswanderungen - der Großteil der Landschaft erscheint noch etwas trist vom Winter gezeichnet - erfreut uns am Wegesrand der leuchtend gelbe Korbblütler Huflattich. Besonders bei sonnigem Wetter wenn die Blütenköpfe vollentfaltet sind, ist der Vorfrühlingsbote weithin sichtbar. Die Blütenköpfchen duften angenehm honigartig. Verwundert wird sich der Betrachter nach einem Laubblatt umsehen. Die Blätter erscheinen nämlich erst im Mai / Juni und dann werden wir vergeblich die dazugehörigen Blütenstände suchen.
Zur arzneilichen Verwendung werden hauptsächlich die Blätter verwendet. Diese können an manchen Standorten so groß werden, daß sie von Laien dann sogar mit den Blättern der Pestwurz verwechselt werden.Huflattichtee ist ein bewahrtes Hustenmittel, das bei starkem Reiz und auch bei zähem Schleim gerne eingesetzt wird. Auch bei chronischer Bronchitis und Lungenleiden wird der Teeaufguß empfohlen.Da neuere Untersuchungen der Pflanzeninhaltsstoffe den Verdacht einer eventuellen Leberschädigung hervorgerufen haben, sollte eine Trinkkur nicht länger als 2 - 3 Wochen andauern.Beliebt ist Huflattich auch als Bestandteil von Hustenteemischungen. Der hohe Gehalt an Schleimstoffen erklärt die reizstillende Wirkung. In den Blättern sind wesentlich mehr solcher Stoffe enthalten als in den Blüten.
Teezubereitung: 2 gehäufte Teelöffel werden mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergossen. Nach ungefähr 10 Minuten wird abgeseiht und zum Trinken mit Honig gesüßt. Im Rahmen einer Behandlung sollten täglich 4 Tassen über den Tag verteilt getrunken werden.

Fertigpräparate: Huflattichblätterextrakt ist Bestandteil mehrerer in der Apotheke erhältlicher Hustensäfte.

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